kate kuklinski
Die Medizin ist historisch stark an männlichen Körpern orientiert. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Symptomen, Medikamentendosierungen und Thagender sind oft unzureichend erforscht. Besonders FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre, trans und agender Personen) erleben deshalb, dass ihre Erkrankungen in Forschung, Diagnostik und Versorgung übersehen werden – mit Folgen bis hin zur Kostenübernahme von Therapien oder der Anerkennung von Pflegegraden. Um eine faire Gesundheitsversorgung zu erreichen, braucht es Sichtbarkeit, Wissen und die Bereitschaft, Vorurteile zu hinterfragen – in der Medizin und in der Gesellschaft.
Christina steht stellvertretend für viele Betroffene und ist Teil dieser Kampagne, die zeigt, wie Medical Gaslighting im Alltag aussieht. 10 Jahre lang wurden ihre Beschwerden wie Schwindel, Atemnot und Herzrhythmusstörungen nicht ernst genommen. Erst dann erhielt sie die richtige Diagnose: eine hochgradige Mitralklappeninsuffizienz. Weil die Erkrankung so lange unerkannt blieb, war bei Christina eine Herzoperation unausweichlich.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen und dennoch werden ihre Symptome oft bagatellisiert oder falsch gedeutet. Studien zeigen: Bei Frauen unter 55 ist das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben doppelt so hoch, wie bei gleichaltrigen Männern. Gründe sind verspätete Diagnosen, unzureichende Therapien – und tief verwurzelte Vorurteile in der Medizin.






